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                                    PCLife 04 | 2025 3Wir m%u00fcssen wieder in die G%u00e4nge kommen Wer kennt das nicht: kuppeln, schalten dann gef%u00fchlvoll Gas geben. Und jeder, der so seinen F%u00fchrerschein gemacht hat, wei%u00df, wie es ruckelt und zuckelt, bis man die ersten Meter geschafft hat, aber dann ... Wir haben gesp%u00fcrt, es nur zu oft geh%u00f6rt, wie es ist, die G%u00e4nge in der richtigen Reihenfolge, n%u00e4mlich nacheinander einzulegen. Die Millisekunden %u201eRuhezeiten%u201c zwischen kuppeln, schalten, Gas geben, bremsen haben uns bewusst werden lassen, was Du tun musst/ich tun muss, um voranzukommen. Damit einen Vergleich zu unserer heutigen allgegenw%u00e4rtigen Situation herzustellen %u2013 und hier meine ich nicht nur, mit dem Auto von A nach B zu kommen %u2013 ist also gar nicht so abwegig: Alles Automatik %u2013 das Zauberwort, das unser Denken und Handeln auf Kinderniveau absenkt; Hauptsache, das Ding f%u00e4hrt, ohne dass man was dazu tun muss. Willkommen in der Realit%u00e4t. Auch das vergangene Jahr hat uns alle (na ja, die meisten) auf vielen Ebenen gefordert: privat, gesch%u00e4ftlich, und alles ist mir/uns einfach zu viel geworden. Soll/muss ich deswegen auf %u201eAutomatik%u201c umsteigen, nach dem Motto: Sollen doch die anderen schauen, wie ich vorankomme? Mich gef%u00fcgig machen lassen von Politikg%u00e4ngelei und Industrie?Das war in den letzten Jahrzehnten nicht immer so. Ja, es gab Krisen, doch die haben wir weggesteckt und mancher von uns hat aus seiner Zeit als Aktien-Neueinsteiger sein %u201eLehrgeld%u201c in Form von Aktienpaketen im Keller liegen, die verrotten, weil die Firma, an deren Visionen er geglaubt hat, gar nicht mehr existiert. Die anhaltende Auto-Krise: Auch hier erst Versprechungen, dann tagt%u00e4glich neue Negativschlagzeilen und das bei dem Industriezweig, der ma%u00dfgeblich dazu beigetragen hat, dass die Herkunftsbezeichnung %u201eMade in Germany%u201c %u00fcber Generationen hinweg zum internationalen Qualit%u00e4tssiegel wurde. Angeblich sagt man ja %u201eDie Geschichte wiederholt sich%u201c. BITTE NICHT! Wer badet das letztendlich wieder aus? Du, Sie, ich, wir alle!Der gesunde Menschenverstand, der nicht gleichzusetzen ist mit Sachverstand und Kenntnissen durch die weltweite Vernetzung in eigentlich fast allen wirtschaftlichen Belangen, sagt uns aber, dass man sich nicht selbst den Ast abs%u00e4gen soll, auf dem man sitzt! In die Praxis %u00fcbertragen: Sofern es heute noch Jungs gibt (auch M%u00e4dels) die auf einen Baum klettern (d%u00fcrfen/k%u00f6nnen), k%u00f6nnen sie das im Selbsttest herausfinden. Dann die Diskussionen um Transformation und Zukunftsf%u00e4higkeit, der sp%u00fcrbare Klimawandel mit seinen Extremen %u2013 all das hat auch mich verunsichert, obendrauf kommt dann noch das, was die Politik mit uns macht. Deutschland wirkt, als k%u00e4me es nicht richtig voran. Deutschland? Du/ich sind doch Deutschland! Warum ziehen sich Entscheidungen endlos hin oder werden (politisch gewollt) zerredet? Vom angeblichen B%u00fcrokratieabbau in Deutschland (von Europa ganz zu schweigen:*) Hier wurden hunderte neue Mitarbeiter eingestellt, und da verh%u00e4lt es sich wie bei einer Verstopfung in der Badewanne: Es geht so lange gut, bis sie %u00fcberl%u00e4uft. Ver%u00e4nderungen, die wir sp%u00fcren (sollten), bleiben stecken und wir alle f%u00fchlen eine gewisse M%u00fcdigkeit, sich dagegen richtig zu wehren (auch eine typische Unart der Deutschen). Viele Menschen f%u00fchlen sich ausgelaugt, pessimistisch, manchmal sogar hoffnungslos. Der Blick nach vorne f%u00e4llt schwer, weil die Gegenwart sich so %u201elaut%u201c anf%u00fchlt.Doch vielleicht liegt gerade in diesem Gef%u00fchl ein Wink? Wir haben uns daran gew%u00f6hnt, dass L%u00f6sungen von au%u00dfen kommen %u2013 von Politik, Wirtschaft, Institutionen. Aber was w%u00e4re, wenn wir den ersten Schritt wieder selbstsetzen w%u00fcrden? Wenn wir uns fragen: Was kann ich tun, was ver%u00e4ndern? Wen kann ich unterst%u00fctzen und wo kann ich selbst Verantwortung %u00fcbernehmen?Es geht nicht darum, die Welt im Alleingang zu retten! Und Deutschland schafft es erst recht nicht (siehe oben). Es geht darum, selber anzufangen. Kleine Schritte zu gehen. Uns zu erlauben zu lernen, zu zweifeln, zu wachsen. Uns selbst ehrlich zu hinterfragen: Welche Gewohnheiten halten mich zur%u00fcck? Welche neuen Wege k%u00f6nnte ich ausprobieren? Wie kann ich beruflich mutiger, privat klarer und als Mensch bewusster werden?Vielleicht beginnt Hoffnung nicht mit gro%u00dfen Visionen, sondern mit dem stillen Entschluss, nicht stehen zu bleiben. Mit dem Mut, trotz Unsicherheit zu handeln. Mit dem Vertrauen, dass Ver%u00e4nderungen m%u00f6glich sind %u2013 in unserem Umfeld, in unseren Unternehmen und in uns selbst. Das neue Jahr wird auch nicht automatisch besser! Aber es kann besser werden, wenn wir wieder gestalten, agieren, statt nur zu reagieren. Wenn wir unsere Energie nicht darin investieren, Gr%u00fcnde zu suchen, warum etwas nicht geht, sondern Wege finden, wie es gehen k%u00f6nnte. Ich f%u00fcr meinen Teil sehe darin die Chance, mich inspirieren zu lassen, mich und meine (!) Umwelt mit neuen Ideen und Taten zu begeistern. Und Du? Sie? Schreibt mir doch dazu ein paar Zeilen, s. EmailAdresse Impressum, letzte Seite. Wie in einer Parallelwelt agierend, haben wir in 2025 wieder ein erfolgreiches PCD-Motorsportjahr absolviert. Ja, auch hier gab es das eine und andere Problem mir der %u00fcberbordenden B%u00fcrokratie. Aber wenn Macher wie Michael Haas und %u2013 im Hintergrund immer noch %u00e4u%u00dferst aktiv %u2013 Fritz Letters die Strippen ziehen, dann sind das eben die Erfahrungen aus Jahrzehnten. Dieses Wissen wird nun im neuen Jahr weitergegeben, wobei dann Gerry Haag als ehemaliger Porsche Mann, Sportleiter im PC Schwaben und seit Jahren linke und rechte Hand von Michael, die Rollen tauschen werden. Das nennt sich dann ein reibungsloser %u00dcbergang %u2013 ach, w%u00e4re das sch%u00f6n, wenn es %u00fcberall so bei einem gef%u00fchlvollen und nahtlosen Generationswechsel geschehen w%u00fcrde.Schaut man in die regionalen Clubs %u2013 auch hier ist immer %u201eBewegung%u201c zu sp%u00fcren. Das sieht man auch, wenn man die Clubbeitr%u00e4ge aus 2024 mit denen in dieser Ausgabe vergleicht, an der rekordverd%u00e4chtigen Anzahl an Beitr%u00e4gen. Und so ist das PCLife-Magazin die Blattform f%u00fcr Ihre Beitr%u00e4ge! Als Schreiberling wei%u00df ich nur zu gut, die Bem%u00fchung jedes einzelnen, der die Berichte zusammenschreibt, ja, sein Herzblut in die textliche Ausschm%u00fcckung der Clubausfahrt steckt, zu wertsch%u00e4tzen! Ich gestehe dazu ehrlich, dass ich diese Berichte sehr genau lese, ich m%u00f6chte ja auch mit dabei sein, mit Euch f%u00fchlen, lachen und viel Neues er-fahren. Dementsprechend schl%u00e4gt sich dann die ausf%u00fchrlichere Berichterstattung nieder, die weit %u00fcber das hinausgeht, was eigentlich normal und kaufm%u00e4nnisch vertretbar ist. Aber es ist f%u00fcr dich als MEMBER Dein, mein unser aller Clubmagazin. F%u00fcr Nostalgiker: Am 1. Februar 1986 ist die erste PCLifeAusgabe** erschienen. Also feiern wir gemeinsam 40 Jahre PCLife %u2013 in 2026.In diesem Sinne,Frank Gindler Chefredakteur PORSCHECLUBFINESTONTOURFrank.Gindler@pclife-magazin.de* Der ehemalige bayerische Ministerpr%u00e4sident Dr. Edmund Stoiber ging 2007 in den Ruhestand und hat sich dann als Berater innerhalb der EU-Kommission noch ein zus%u00e4tzliches Altersruhegeld bis 2014 gesichert.** Aus diesem Anlass nimmt jeder, der den Nachweis (Titelfoto) erbringt, die Ausgabe 01-1986 in seinem Archiv zu verwahren, an einer Verlosung teil und gewinnt (Pl%u00e4tze 1-5) eine Flasche Champagner.)) Dann feiern wir, aber Hallo ;-)Editorial
                                
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