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PCLife 04 | 2024 61se 2.0 und das zu Preisen, die g%u00fcnstiger sind als in so manchem deutschen Supermarkt. Am n%u00e4chsten Morgen sollte es nach Alghero gehen. Im 5-SterneHotel Smy Carlos V verbrachten wir zwei N%u00e4chte. Alghero, gegr%u00fcndet von den Katalanen, besitzt eine wundersch%u00f6ne Altstadt mit verwinkelten Gassen voller Gesch%u00e4fte, Restaurants und einem kleinen Hafen. Am Abend hatten wir eine F%u00fchrung durch einen Weinberg und einen Olivenhain. Bei der Verkostung erfuhren wir auch das ein oder andere Geheimnis %u00fcber die Stadt. Zum Beispiel, dass das Rezept f%u00fcr die dortige Paella von den katalanischen Gr%u00fcndern der Stadt mitgebracht wurde. Ein wundersch%u00f6nes Event zum Sonnenuntergang.Am darauffolgenden Tag ging es auf kurzem Weg zu einer Stadtf%u00fchrung nach Sassari, die zweitgr%u00f6%u00dfte Stadt der Insel. Wegen der vielen Baustellen war das Vergn%u00fcgen begrenzt, wof%u00fcr uns das leckere Eis dort ein wenig entsch%u00e4digte. Wieder im Hotel angekommen, hie%u00df es: Freizeit. Nach all den Kurven war Entspannung am Pool oder Smalltalk bei einem Drink an der Bar die beste Entscheidung.Nach dem Fr%u00fchst%u00fcck am Sonntag starteten wir etwas sp%u00e4ter zu unserem 170 km entfernten vorletzten Ziel, bevor die Reise wieder in Olbia enden sollte. Gewohnt kurvig ging es in den Norden der Insel zum Hotel Costa Paradiso. Unsere Sch%u00e4tzchen flogen %u00fcber die Stra%u00dfen, als ob in den letzten Tagen Adrenalin in reinster Form vom Asphalt gesaugt worden w%u00e4re. Ob Schalter oder PDK, an zahlreichen Abschnitten der Strecke hie%u00df es zweiter Gang, dritter Gang, voll in die Bremse, Spitzkehre und wieder Vollgas den Berg hoch. Der Drehzahlmesser kurz vor dem roten Bereich, das Heulen des Aggregates in den Ohren. Im Hotel Costa Paradiso angekommen war der Name Programm, wenn auch die Zimmer dringend ein Update n%u00f6tig h%u00e4tten. Das Hotel liegt in einer malerischen Bucht. So abgeschieden, dass uns die Wildschweine n%u00e4her kamen als uns lieb war. Bei einer Rotte mit Jungtieren war mein erster Gedanke %u201eganz schnell ganz weit weg%u201c!!! Laut Rezeption ist das Problem bekannt, aber mehr als Wildschweingulasch auf die Karte des Restaurants zu nehmen war offensichtlich nicht m%u00f6glich. Am Abend hatten wir eine lange Tafel mit perfektem Blick auf den Sonnenuntergang. Jeder bestellte nach Lust und Laune, und als es ans Bezahlen ging, waren wir alle erstaunt: Die Rechnung war bereits beglichen. Wir waren von einem Mitglied der Gruppe eingeladen worden. An unserem letzten Tag waren 142 km zu fahren. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Auf unserer Tour zur%u00fcck nach Olbia ging es gr%u00f6%u00dftenteils entlang der K%u00fcste in das bereits bekannte Panorama Hotel. Entschleunigung war das Motto des Tages. Die zul%u00e4ssige H%u00f6chstgeschwindigkeit wurde anders als an den Tagen zuvor nicht %u00fcberschritten (zum Gl%u00fcck haben wir auf der Ausfahrt nur ein oder zwei Dorfpolizisten gesehen, die ganz friedlich waren). Zur%u00fcck in Olbia luden wir das Gep%u00e4ck am Hotel aus und die Sch%u00e4tzchen wurden wieder in den Hafen verbracht. Mit der F%u00e4hre gingen sie zur%u00fcck aufs Festland und dann nach Leipzig. TEXT: Torsten Wacker | BILDER: PCLPorsche Club | MdPu

