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Nach der Mittagspause führte der Weg auf den Gerlospass, wo bei einer kurzen Fotopause in 1507 Metern Höhe unter anderem die beeindruckenden Krimmler Wasserfälle abgelichtet werden konnten. Weiter gings über Mittersill und Bruck a.d.Gr. zum Highlight dieses Tages: Der Großglockner Hochalpenstraße, die unter Einschluss der Edelweißstraße und der Gletscherstraße zu den landschaftlich faszinierendsten Hochstraßen im gesamten Alpenraum zählt. Leider wurden wir während der Auffahrt zur Mautstelle von Hunderten von Traktoren aufgehalten, die an der gerade an diesem Tag durchgeführten Traktoren-WM teilnahmen. Etwas Gutes hatte die Verzögerung unserer Reise jedoch: Es gab sehr alte herrlich restaurierte Traktoren zu besichtigen, darunter auch ein paar von Porsche hergestellte Geräte. Die eigentliche Auffahrt zum Fuscher Törl in 2428 Metern Höhe war dann umso schöner bzw. prädestiniert für unsere Porsche. Jede Kurve wurde zu einem Erlebnis, jede Steigung zur Ebene umgewandelt dank der enormen Power der meist luftgekühlten Motoren. Während einer kurzen Kaffeepause in der Gipfel-Gaststätte konnte die einmalig schöne Berglandschaft bewundert werden. Die Aussichtsterrasse mit Blick auf den Großglockner ist mit Abstand einer der schönsten Fotostandorte. Abschließend erfolgte die Abfahrt über Winklern zu unserem Tagesziel Gmünd, ein als Rothenburg Kärntens bezeichnetes mittelalterliches Städtchen, wo wir gegen 19.00 Uhr bereits vom Chef des Hotels Prunner erwartet wurden. Das Hotel liegt direkt am Marktplatz von Gmünd, nur ca. fünf Gehminuten vom Porsche-Automuseum Helmut Pfeifhofer entfernt. Der Besuch dieses Museums war als erster Programmpunkt für den nächsten Vormittag vorgesehen. Zuerst jedoch wurden wir mit einem reichhaltigen und wohlschmeckenden Abendessen verwöhnt, was zusammen mit dem sehr freundlichen Service und den gemütlichen Zimmern zu einer guten Bewertung führte. Und das alles dann noch zu einem sehr günstigen Preis Prädikat empfehlenswert! Mit dem Besuch des Porsche-Automuseums Pfeifhofer begann der zweite Tag. Der Chef persönlich begrüßte uns und erzählte so manche Geschichten aus alten (Porsche-)Zeiten von der Wirkungsstätte von Prof. Dr.Ing.h.c. Ferdinand Porsche. Die sehr sehenswerte Ausstellung mit interessantem Archivraum mit Diaschau und Videofilm ist absolut empfehlenswert (ein Muss für einen Porschefan)! Eine kurze Besichtigung des malerischen, von vier Toren und einer Mauer umschlossenes Städtchens lohnt sich ebenfalls. Anschließend erfolgte der Start in Richtung Innerkrems. Dort beginnt die mautpflichtige Nockalmstraße, die mit einer unglaublich faszinierenden Landschaft und herrlicher moderner Straßenführung begeistert. Die Bergluft vibrierte unter dem Sound der Sechszylindermotoren. Ein musikalischer Hochgenuss beim Fahren mit offenem Dach. Während einer rustikalen Vesper auf der Passhöhe (2440 Meter) wurde den heißen Motoren genügend Gelegenheit zur Abkühlung gegeben. Die nachfolgende Bergabfahrt und Weiterfahrt nach Velden am schönen Wörthersee bot die Gelegenheit zu einem schönen Spaziergang; der Nachmittag fand dann mit Kaffee und Kuchen seinen Abschluss. Nach dem Abendessen im Hotel Prunner erwartete uns der 80-jährige Ernst mit seiner Ziehharmonika. Ein unvergesslicher und sehr harmonischer Abend ging erst sehr spät zu Ende. Nach dem sehr reichhaltigen Frühstück erfolgte am Sonntagmorgen die Rückreise, die nur eine relativ kurze Strecke über die Tauern- Autobahn führte, dann jedoch schon bei St.Michael verlassen wurde um die wesentlich reizvollere und mautfreie Strecke über Mauterndorf und Radstädter Tauern zu befahren (das Tauern-Autobahntunnel ist mautpflichtig!). Nachdem wir die letzten zwei Tage mit herrlichem Wetter und sommerlichen Temperaturen verwöhnt wurden, erwischte es uns dann am Ende doch noch: Völlig überraschend fing es in 1739 Metern Höhe bei Obertauern an zu schneien und mit viel Glück schafften wir die Passhöhe gerade noch, ohne dass der Schnee auf der Straße liegen blieb. Die weitere Heimreise erfolgte dann über die A8 von Salzburg nach München. Der Porsche-Verband wurde nach einer abschließenden Kaffeepause am Starnberger See aufgelöst. Fazit: Man muss nicht unbedingt in die Karibik fliegen eine Ausfahrt wie diese mit ein paar gleichgesinnten Porsche-Freunden und den entsprechenden Fahrzeugen bietet oft mehr und dies sogar zu wesentlich günstigeren Kosten. Nachdem diese Veranstaltung so gut ankam haben wir für dieses Jahr eine viertägige Ausfahrt nach Südtirol geplant. Wir würden uns freuen, wenn wir von Porscheclubs, die bereits eine ähnliche Ausfahrt durchgeführt haben, ein paar Tipps bekommen würden (Hotel, Routen etc.). Wir unsererseits sind gerne bereit, entsprechende Informationen für eine Ausfahrt nach Gmünd zur Verfügung zu stellen. Heinz Miller/Präsident |